Carl Andre USA, 1935-2024

Kunst ist der Ausschluss des Unnötigen

— Carl Andre

Eine Schlüsselfigur der amerikanischen Kunst seit den 1960er-Jahren, Carl Andre (1935–2024), gehörte zu den Wegbereitern der Minimal Art – gemeinsam mit Künstlern wie Donald Judd, Dan Flavin und Sol LeWitt. Sein Werk widmete er der Erforschung des Wesens von Materialität anhand klarer, geometrischer Strukturen. Seine Skulpturen, geprägt von disziplinierter Einfachheit, bestehen aus unveränderten, häufig industriellen Materialien wie Ziegelsteinen, Holz, Metall- oder Steinplatten, die entsprechend den inhärenten Eigenschaften der Materialien und den architektonischen Gegebenheiten des jeweiligen Raums angeordnet werden. 

Seine wichtigsten Retrospektiven und Einzelausstellungen reichen vom Solomon R. Guggenheim Museum, New York (1970), über das Institute of Contemporary Art, Boston (1973), das Museum of Modern Art, New York (einschließlich Waterbodies, 1973) und die Kunsthalle Bern, Bern (1975) bis hin zur umfangreichen Wanderausstellung Carl Andre: Sculpture as Place, 1958–2010, präsentiert im Dia: Beacon (2014–2015), im Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía, Madrid (2015), in der Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof, Berlin (2016), im Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris (2016–2017) sowie im Museum of Contemporary Art (MOCA), Los Angeles (2017). 

Seine Arbeiten befinden sich in bedeutenden öffentlichen Sammlungen, darunter dem Stedelijk Museum, Amsterdam, der Tate Modern, London, und dem Centre Georges Pompidou, Paris.