Xylor Jane USA, 1963

Xylor Jane (geb. 1963, Long Beach, Kalifornien) erhielt 1993 ihren BFA in Malerei vom San Francisco Art Institute. Ihre künstlerische Praxis basiert auf der Visualisierung mathematischer Systeme und entwickelt sich aus einer hochgradig strukturierten und methodischen Herangehensweise an die Malerei. Jane arbeitet überwiegend auf quadratischen Holztafeln mit Öl, Tinte und Graphit und konstruiert ihre Kompositionen auf der Grundlage numerischer Logiken, darunter Primzahlen, Palindrome und komplexe Zahlenfolgen. 

Ihre Gemälde entstehen durch die präzise Setzung von Punkten innerhalb gerasterter Bildfelder – ein Verfahren, das der Logik von Algorithmen und rechnergestützten Systemen verwandt ist. Trotz dieser rigorosen Systematik sind die Arbeiten keine Illustrationen mathematischer Prinzipien; vielmehr reflektieren sie ein weiter gefasstes Interesse an dem menschlichen Impuls, Ordnung und Bedeutung sowohl in natürlichen als auch in abstrakten Strukturen zu erkennen. 

Durch die Verbindung mathematischer Präzision mit intensiver chromatischer Variation erzeugen Janes Malereien optisch aktive Oberflächen, die zu vibrieren und sich zu verschieben scheinen. Die Spannung zwischen struktureller Strenge und Farbe schafft immersive visuelle Erfahrungen, die zu konzentrierter, anhaltender Betrachtung einladen. 

Janes Werk wurde national wie international vielfach ausgestellt und befindet sich in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen. Zu den jüngsten Ausstellungen zählen Präsentationen im UC Berkeley Art Museum & Pacific Film Archive, Berkeley; bei Canada, New York; Campoli Presti, Paris; Parrasch Heijnen Gallery, Los Angeles; im University Museum of Contemporary Art, Amherst; sowie im Santa Monica Museum of Art, Santa Monica, Kalifornien. Ihre erste Ausstellung in der Konrad Fischer Galerie fand 2024 in Berlin statt.

Xylor Jane lebt und arbeitet in Greenfield, Massachusetts.