Cristina Iglesias Spanien, 1956

Cristina Iglesias (*1956, San Sebastián) ist international bekannt für immersive skulpturale Umgebungen, die Architektur, Literatur und ortsspezifische kulturelle Bezüge miteinander verbinden. In einer Bildsprache aus konstruierten und organischen Formen – Pavillons, Paravents, Durchgängen und labyrinthartigen Strukturen – kombiniert sie industrielle Materialien mit Naturmotiven und schafft Räume, die die Grenzen zwischen Innen und Außen, Künstlichkeit und Natur bewusst verwischen. Ihre Arbeiten fungieren als erfahrungsbasierte „Fiktionen“, die die Betrachterinnen und Betrachter in sinnliche Begegnungen einladen und die Wahrnehmung von Raum und Ort nachhaltig verändern. 

Ihre Werke wurden in zahlreichen Einzelausstellungen in bedeutenden internationalen Institutionen gezeigt, darunter im Frederik Meijer Gardens & Sculpture Park, Michigan (2023), in der Royal Academy of Arts, London (2022), in der Skulpturenhalle – The Thomas Schütte Foundation, Neuss (2021), im Centro Botín, Santander (2018), im Musée de Grenoble (2016) sowie im BOZAR – Centre for Fine Arts, Brüssel (2014). Eine umfassende Retrospektive war 2013 im Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía, Madrid, zu sehen, im selben Jahr folgten Ausstellungen in der Casa França-Brasil, Rio de Janeiro. Frühere Einzelausstellungen fanden unter anderem in der Fondazione Arnaldo Pomodoro, Mailand (2009), im Ludwig Museum, Köln (2006), im Irish Museum of Modern Art, Dublin (2003), in der Whitechapel Gallery, London (2003), im Museu de Serralves, Porto (2002) sowie im Solomon R. Guggenheim Museum, New York (1997), und im Guggenheim Museum Bilbao (1999) statt. 

Cristina Iglesias nahm an zahlreichen internationalen Ausstellungen und Projekten im öffentlichen Raum teil. Sie vertrat Spanien auf der Biennale von Venedig in den Jahren 1986 und 1993 sowie auf der Sydney Biennale 2012. Zu ihren bedeutenden öffentlichen Aufträgen zählen Forgotten Streams am Bloomberg-Hauptsitz in London (2017) sowie die groß angelegte permanente Installation Tres Aguas – A Project for Toledo in Toledo (2014). Im Jahr 2020 wurde sie mit dem Royal Academy Architecture Prize in London ausgezeichnet. 

Cristina Iglesias lebt und arbeitet in der Nähe von Madrid.