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Gregor Schneider
Zwischen Decke und Boden, Düsseldorf, 23 Mai - 26 Juli 2025
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Gregor Schneider: Zwischen Decke und Boden

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Gregor Schneider, Zwischen Decke und Boden
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Die Konrad Fischer Galerie freut sich, mit Zwischen Decke und Boden die neue Solo- Ausstellung von Gregor Schneider parallel zu seiner aktuellen Ausstellung im Haus Esters / Kunstmuseum Krefeld präsentieren zu dürfen. 

Im ersten Obergeschoss zeigen wir Farbfotografien und Videos, die Gregor Schneider in seiner aktuellen Ausstellung Welcome im Haus Esters, Krefeld (4. Mai - 21. September 2025) aufgenommen hat. Die Ausstellung in Krefeld zeigt die Hinterlassenschaften eines Monats, innerhalb dessen die Familie Alham Aldaas – Vater, Mutter und zwei kleine Kinder – im Haus Esters gelebt hat und so gewissermaßen dessen ursprünglichen Zweck als Wohnhaus, entworfen in den späten 1920er Jahren von Ludwig Mies van der Rohe, wiederbelebt hat. Die Familie emigrierte 2015 nach Deutschland, als der Bürgerkrieg in Syrien seinen Höhepunkt erreichte und in seiner Folge zugleich eine europäische Migrationskrise auslöste. Während des Aufenthalts der Familie war das Haus Esters für die Öffentlichkeit geschlossen. Um den neuen Bewohner*innen etwas Privatsphäre zu ermöglichen, wurde zunächst nicht öffentlich kommuniziert, dass dort Menschen wohnen (erst nachträglich veröffentlichte das Kunstmuseum Krefeld eine Mitteilung). Mit dem Aufenthalt der Familie im Museum werden zugleich Themen wie Isolation, Fremdheit, Unzugänglichkeit und Abschottung aufgenommen, mit denen sich Gregor Schneider auf geradezu existenzielle Weise in seiner künstlerischen Arbeit schon seit Jahrzehnten auseinandersetzt. Im Kontext der Ausstellung berühren sich also auch Aspekte der aktuellen sozialpolitischen und interkulturellen Situation, die als Reflexion über das Leben muslimischer Communities in Deutschland und im christlich geprägten Europa generell gelesen werden können. 

Um sich ihr neues Zuhause wohnlich zu gestalten, dekorierte die Familie Alhmam Aldaas die Zimmer im Haus Esters ganz nach ihrem Geschmack und im Einklang mit ihren ganz eigenen ästhetischen Parametern. Die Ausstellung Welcome mit der Raumskulptur Haus Alhmam Aldaas wurde der Öffentlichkeit erst zugänglich gemacht, nachdem die Familie das Haus bereits verlassen hatte und ihre Möbel ausgeräumt waren – übrig blieben leere Zimmer mit Vorhängen, Tapeten und den Spuren des Alltagslebens, wie etwa das Wandbild im Zimmer der Tochter oder die Koranverse im Wohnzimmer. Die Fotografien zeigen Haus Alhmam Aldaas am Abend vor dem Umzug und unmittelbar nach dem Weggang der Familie. Die Arbeit kodifiziert erneut Schneiders Räume der Leere und Abwesenheit im Hinblick auf ein spezifisches globales Phänomen neu. An dieser Stelle sollte erwähnt werden, dass die Beziehung des Künstlers zur Familie Alhmam Aldaas eine persönliche ist und bereits auf die Zeit ihrer Ankunft in Deutschland zurückgeht, dass ihre Zusammenarbeit auf freiwilliger Basis beruht und unbezahlt ist.

Haus Alhmam Aldaas entwickelt grundsätzliche Themen und Motive weiter, die in Schneiders Werk über die Jahre immer wieder auftauchen, u.a. in Cube Venice 2005 und Cube Hamburg 2007. Hier wurden städtische Räume mit der Präsenz islamischer Rituale und Bräuche konfrontiert, indem eine gigantische Struktur errichtet werden sollte bzw. wurde: eine Replika der Kaaba in Mekka, dem heiligen Bauwerk des Islams. Ein weiteres Beispiel ist Die Familie Schneider (2004), eine doppelte Performance-Installation in zwei nebeneinanderliegenden identischen Reihenhäusern im Londoner East End. Die beiden Interieurs waren vollkommen identisch, jedes Detail war gedoppelt. In jedem Haus bildeten die Performer*innen eine Familie – Mutter, Vater und Kind – die vorgegebene Handlungen jeweils in verschiedenen Zimmern ausführten. Bei den Performer*innen handelte es sich um eineiige Zwillinge und somit ebenfalls gedoppelt. 

Im zweiten Obergeschoss präsentiert die Konrad Fischer Galerie neue Farbfotografien, die Gregor Schneider in seinem Elternhaus in seiner Heimatstadt Mönchengladbach-Rheydt, dem Haus u r aufgenommen hat, dem Ort, der zugleich das Fundament seiner künstlerischen Praxis bildet. Die parallele Präsentation von Haus Alhmam Aldaas und Haus u r unterstreicht die gleichzeitige Symmetrie und Asymmetrie zwischen beiden und öffnet ebenso einen erweiterten gesellschaftspolitischen Horizont. Die neuen Fotografien vom Haus u r vermitteln nicht nur die weiteren Bauphasen der Räume, sondern auch die entropischen Prozesse im Gebäude. Seit 1985 werden die Räume in lebendig und tot unterschieden und immer wieder neu definiert, insbesondere, seit das Haus u r für die Biennale in Venedig 2001 in den Deutschen Pavillon versetzt wurde. 

Die Ausstellung Zwischen Decke und Boden betont Schneiders umfassende fotografische Praxis und die fotografische Logik seiner räumlich-skulpturalen Werke. Schneiders Raumskulpturen definieren sich über den Begriff der Rekonstruktion, sie funktionieren wie dreidimensionale Fotografien, die den Ort, an dem sie gebaut wurden, oder aber bestehende Gebäude in der Welt rekonstruieren. Die aktuelle Ausstellung in der Konrad Fischer Galerie erinnert auch an Schneiders erste Museumsausstellung Mitte der 1990er Jahre im Haus Lange, dem angrenzenden Zwilling von Haus Esters, das zeitgleich vom selben Architekten gebaut wurde.

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