Mit dieser Ausstellung präsentiert die Konrad Fischer Galerie erstmalig das Werk des amerikanischen Fotografen, Theoretikers, Kritikers und Filmemachers Allan Sekula (1951-2013).

 

Geprägt durch einen kritischen Blick auf die wirtschaftlichen und sozialen Krisen seiner Zeit, fokussieren die Werke Themen von Lohnarbeit und Kapitalismus, Naturkatastrophen und dem militärisch-industriellen Komplex. Dabei agiert Sekula jeweils interdisziplinär und vertieft sowohl mit seinen Schriften als auch mit seiner Kunst den Blick auf die soziale Realität.

 

Mit seiner subjektiven Perspektive, wie etwa in seinen Werken aus der Serie California Stories, entwirft Sekula einen nuancierten Kommentar zu den Auswirkungen der Industrialisierung in Südkalifornien und damit zugleich ein Bruch mit den Konventionen der Dokumentarfotografie. Ein ähnlich eigenwilliger Blickwinkel bestimmt auch sein Werk Untitled Slide Sequence, in dem er auf schwarz-weiß Abzügen Arbeiter zeigt, die am Ende einer Schicht ein Werk der General Dynamics Convair Division verlassen.

 

Anstelle des Blicks auf das Äußere, untersucht Sekula in seinen Arbeiten die Strukturen und Systeme, die eine Gesellschaft, ein soziales Gefüge prägen. Seine Arbeit geht über die Oberfläche der Bilder hinaus und regt den Betrachter dazu an, die sozialen, wirtschaftlichen und politischen Zusammenhänge zu hinterfragen, in denen Fotos produziert und konsumiert werden.

 

Seine Arbeiten befinden sich in den Sammlungen des MACBA Barcelona, des Getty Research Institutes, LACMA und MoCA Los Angeles, im Museo Reina Sofia in Madrid, dem Whitney Museum in New York, dem Centre Pompidou in Paris, dem SFMOMA in San Francisco und dem Museum Folkwang in Essen.

Sonderöffnungszeiten während der düsseldorf photo+ Biennale for Visual and Sonic Media:

Freitag, 17 Mai, 11 -  21 Uhr
Samstag 18 Mai, 11 - 18 Uhr
Sonntag, 19 Mai, 12 - 16 Uhr