Zusammen mit neuen Arbeiten von Jan Dibbets wird eine Gruppenausstellung präsentiert, die sich mit veränderten Bildfindungsstrategien in der Gegenwartskunst auseinandersetzt, basierend auf einem Konzept von Markus Kramer*.
Technologische Werkzeuge prägen zunehmend unseren Alltag und werden in der Gegenwartskunst reflektiert. Über Jahrhunderte hinweg wurden Kunstgegenstände durch die Hand des Künstlers geformt. Heute hingegen entstehen Kunstwerke oftmals unter Einsatz technologisch-transformativer Prozesse und unter Rückgriff auf bereits vorhandenes Kulturgut.
Insbesondere die ästhetischen Spezifika bildgebender Technologien werden hierbei herausgearbeitet. Teilweise vermischen sich diese neuen Ansätze mit kompositorischen („malerischen“) Strategien, teilweise stehen sie für sich und werden isoliert Gegenstand des ästhetischen Interesses („fotografisch“).
Diese Entwicklungen wurden bereits im institutionellen Umfeld beleuchtet - so etwa im Museum of Modern Art New York in der Ausstellung „New Order: Art and Technology in the Twenty-First Century“ (2019), im Städel Museum in „Photographic Objects“ (2017) im Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris bei „Pandoras Box“ (2016) oder auch in „Images“ (2016) im Fridericianum in Kassel.
Die Ausstellung „The Technological Hand“ schlägt nun eine Brücke von aktuellen zeitgenössischen Positionen zurück zu ausgewählten, wegweisenden Referenz-Werken von Künstlern der 1960er bis 1990er Jahre, mit denen die Konrad Fischer Galerie bereits seit vielen Jahren arbeitet.
Mit Arbeiten von: John Baldessari, Marcel Broodthaers, Alice Channer, Jan Dibbets, Hans-Peter Feldmann, Wade Guyton, Spiros Hadjidjanos, Sol LeWitt, Konrad Lueg, Bruce Nauman, Seth Price, Thomas Ruff, Robert Ryman, Kelley Walker und Christopher Wool.
*Markus Kramer, The Technological Hand, Kehrer-Verlag, 2018
