Anläßlich der diesjährigen Berlin Art Week freuen wir uns, die erste Einzelausstellung von Wolfgang Laib in der Berliner Galerie zu präsentieren.
Seit 1978 verbindet den Künstler und die Konrad Fischer Galerie eine enge Zusammenarbeit. Insgesamt sieben Einzelausstellungen fanden bisher in unserer Düsseldorfer Galerie statt, nun konnten wir Wolfgang Laib auch dank der exzeptionellen Architektur des ehemaligen Umspannwerks für eine Ausstellung in Berlin gewinnen.
Die bis zu sieben Meter hohen Räume bieten die Möglichkeit, im Format außergewöhnliche Arbeiten zu präsentieren, wie es nur im institutionellem Kontext möglich ist. Die umlaufenden Galerien ermöglichen besondere Blickwinkel, um die Skulpturen von Wolfgang Laib zu erfahren.
Wolfgang Laib, 2015 Preisträger des Praemium Imperiale, präsentiert eine beeindruckende über vier Meter hohe Zikkurat aus Bienenwachs nach dem Vorbild der mehrstufigen Tempelbauten Mesopotamiens. Erhaben verkörpert sie das Sinnbild des Übergangs: die Transformation vom Weltlichen ins Überirdische und Transzendentale.
Laibs Arbeiten sind nicht zu trennen von der tiefen Spiritualität des Künstlers, in der Östliches und Westliches eine charakteristische Einheit finden. Persönliche Einkehr und Meditation bestimmen auch die Installation eines Feldes aus Kiefernpollen im zweiten Raum; eine Arbeit, die in größerem Format bereits im Museum of Modern Art zu sehen war und in ihrer Fragilität gleichzeitig der Schlichtheit der Natur huldigt sowie deren Vergänglichkeit symbolisiert.
Wolfgang Laib (* 1950 in Metzingen, Deutschland) war 1982 und 1987 zur documenta eingeladen, seine erste institutionelle Einzelausstellung fand 1986 im Musée d'art moderne de la Ville de Paris statt. Zu seinen bedeutendsten Ausstellungen zählen die Präsentationen im Hirshhorn Museum and Sculpture Garden, Washington, D.C. (2002); Dallas Museum of Art (2002); Haus der Kunst, München (2002); Fondation Beyeler, Basel (2005) und MMK Museum für Moderne Kunst, Frankfurt (2010). 2013 wurde erstmals ein permanenter Raum in der Phillips Collection in Washington, D.C. installiert, dem ein weiterer 2014 in La Ribaute, Barjac folgte.
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