Die Konrad Fischer Galerie freut sich, mit der aktuellen Ausstellung von Merrill Wagner bereits die dritte Einzelausstellung der in New York lebenden Künstlerin präsentieren zu dürfen, in der Arbeiten auf Stahl und Stein sowie kleinformatige Landschaftsmalerei gezeigt werden.
Bereits seit den frühen 1980er Jahren beginnt Merrill Wagner ihre Farbmalerei mit Öl- und Pastellfarben auf Schieferplatten auszuführen, diese teils zu fächerförmigen Bodenarbeiten oder mehrteiligen Wandtafeln zu arrangieren. Teilweise entstehen diese Farbinterventionen direkt in der Natur, finden sich auf Felsen, Hauswänden oder Gartenzäunen. Einige dieser Stein-Formationen werden mit einem feinen, geometrischen Geflecht von Kreide-Linien überzogen. Auch die mittels Rostschutzfarben auf warmgewalzte, oft mehrteilige Stahlplatten aufgetragenen Farbflächen aus den 1990er Jahren erinnern zunächst an die Malerei der Minimal Art oder des Neokonstruktivismus, können aber auch als Landschaftsimpressionen aus dem pazifischen Nordwesten der Vereinigten Staaten gelesen werden, wo die Künstlerin ihre Kindheit und Jugend verbrachte. Parallel zu den Arbeiten auf Stein und Stahl entstehen seit Mitte der 1990er Jahre kleine Pleinair-Malereien in Öl auf Leinwand, zu denen sich die Künstlerin durch Aufenthalte auf ihrer Farm in Pennsylvania inspirieren lässt. Die feinen, teils intensiv kolorierten Landschaften, Ansichten von einzelnen Bäumen, Büschen und blühenden Wiesen werden in der freien Natur gemalt.
Die Arbeiten von Merrill Wagner befinden sich u.a. in den Sammlungen des Metropolitan Museum of Art in New York, im Rose Art Museum, Brandeis University in Waltham, MA, im Gemeentemuseum Den Haag, in der Microsoft Corporation, in Redmond, WA, im Whitney Museum of American Art in New York und im Museum Kunstpalast in Düsseldorf.
