“When the sick rule the world, roses, gardenias, freesias, and other fragrant flowers will no longer be grown. On Valentine's Day the sick will give one another dahlias and daisies to say I Love You. [...] When two sick bodies come together their desperate hearts open, it is lovely to watch them, the thin iridescent haze of sickness flowing across their skin, when two sick bodies fuck their hazy genitals sparkle and frizzle.”
Dodie Bellamy, When the Sick Rule the World (2015)
Konrad Fischer Galerie freut sich, die erste umfassende Einzelausstellung von David Douard in der Galerie zu präsentieren.
Der Titel der Ausstellung scheint einem okkulten Traktat zu entstammen, er beschwört schillernde Innerlichkeiten. Es liegt etwas Unverständliches in dieser Folge von unregelmäßig formatierten Buchstaben, die sich fast willkürlich aneinanderreihen wie Perlen an einem Faden. Einen Ausdrucksmodus zu finden, der den Wörtern innewohnende Unklarheit der Bedeutung bewahrt und somit eine warme und offene Kommunikation ermöglicht, erfordert ein Gleichgewicht, das Douard zu wahren übt.
Die Ausstellung versammelt seine zweideutige Sprache, die er aus einem Netzwerk von Dingen mit flexiblen physischen und semantischen Eigenschaften aufbaut. Industrielle Materialien, häusliches und öffentliches Mobiliar, Objekte der Sinnesanregung für Menschen und andere Tiere sowie Bilder und Gedichte, die er in Blogs gesammelt hat, fügen sich hier zusammen. Wirbel für Wirbel werden diese Elemente in seinen Skulpturen, Gemälden und Collagen zusammengefügt.
David Douard wurde 1983 in Perpignan, Frankreich, geboren. Er lebt und arbeitet in Aubervilliers, Frankreich.
Seine Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen weltweit gezeigt, darunter in Institutionen wie UCCA Dune, Beidaihe (2023); Serralves Museum, Porto (2022); FRAC Île-de-France, Paris (2020); IMMA-Irish Museum of Modern Art, Dublin (2019); Palais de Tokyo, Paris (2018); Museé d'Art Moderne, Paris (2017); Kunstverein Braunschweig (2016); Fridericianum, Kassel (2015); Sculpture Center, New York (2014); und Astrup Fearnley Museet, Oslo (2014).
David Douard nahm an der Gwangju Biennale (2018), der Taipei Biennale (2014) und der Biennale de Lyon (2013) teil.
Der Künstler dankt Berta Fischer und dem Team der Konrad Fischer Galerie, Pascale Theodoly, Jeanne Theodoly Douard, Paul Theodoly Douard, Baptiste Perotin, Sarah Lévénès, Loucia Carlier, Lila Torquéo und Atelier Gamil.
