Die bereits neunte Einzelausstellung von Yuji Takeoka zusammen mit der Konrad Fischer Galerie zeigt mit sechs Arbeiten eine eindrucksvolle Auswahl seiner Arbeiten aus den Jahren 1987 bis 2011, gefertigt in Terrakotta, Kunststein und Bronze.
Takeoka präsentiert seine extrem reduzierten, minimalistisch wirkenden Sockel, Podeste, Regale und Wandelemente ausnahmslos leer, geradezu autonom. Diese Leere verkörpert jedoch nicht nur die Abwesenheit von Etwas, einem Objekt oder einem Kunstwerk. Dort, wo sich scheinbar Nichts befindet – auf den Sockeln, in den Regalen und im Zwischenraum –, wird absichtsvoll Raum freigehalten für einen intensiven ästhetischen Diskurs, für die Auseinandersetzung mit dem künstlerischen Konzept.
Bedacht auf das Wesen der Dinge und ihre Einfachheit, gelingt es Takeoka seine eigene Sprache der Reduktion in einem harmonischen Miteinander von Formen und Farben umzusetzen und somit den gesamten Raum selbst als begehbare Skulptur zu definieren. Ein gewissermaßen paradoxer Raum, der den Akt des Ausstellens visualisiert, auch wenn eigentlich fast nichts gezeigt wird.
Yuji Takeoka geboren 1946 in Kyoto, Japan, lebt und arbeitet in Düsseldorf. Zwischen 1995 und 2013 war Takeoka Professor an der Hochschule für Künste in Bremen. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen Einzelausstellungen gezeigt, darunter das National Museum of Art, Osaka (2016), das Museum of Modern Art, Saitama (2016), das Toyama Memorial Museum, Saitama (2016), das Josef Albers Museum, Quadrat, Bottrop (2011), das Gerhard Marcks Haus in Bremen (2012) sowie die Kunstvereine in Stuttgart, Münster und Düsseldorf. Die Konrad Fischer Galerie stellt seine Arbeiten seit 1986 aus.
Takeoka nahm an der Documenta IX (1992) teil und stellte seine Arbeiten in wichtigen Überblicksausstellungen zur Minimal und Conceptual Art aus, darunter in der Kunsthalle Düsseldorf (2021) im Museum Morsbroich, Leverkusen (2015), im National Museum of Modern Art, Kyoto, im Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofia, Madrid, und im National Museum of Contemporary Art, Seoul (alle 2001).
Seine Arbeiten befinden sich in den Sammlungen des National Museum of Art, Osaka, des Chiba Museum of Art, Japan, des S.M.A.K., Gent, des Sprengel Museums, Hannover, des Museum Kunstpalast, Düsseldorf, des Gerhard Marcks Haus, Bremen sowie in den Sammlungen der Deutschen Bank und Daimler Contemporary.
