Mit den Arbeiten des in Berlin lebenden Künstlers Wolfgang Plöger präsentiert die Konrad Fischer Galerie die Ergebnisse eines bereits vor zwei Jahren begonnenen künstlerischen Forschungsprojekts mit dem Titel The Tracking Dots Project, das sich der Sichtbarmachung von Machine Identification Codes (MIC), den sogenannten tracking dots, widmet. Diese mikroskopisch kleinen, für das menschliche Auge unsichtbaren gelben Punkte, mit denen auf den meisten Farblasergeräten bei jedem digitalen Druck- oder Kopiervorgang das Papier markiert wird, wurden schon 2005 von der Electronic Frontier Foundation nachgewiesen und kritisiert. Anhand des Identifikationscodes in der Form eines gelben Punkterasters kann zuru?ckverfolgt werden, welcher Drucker zu welchem Zeitpunkt verwendet wurde und selbst geschredderte Dokumente lassen sich mithilfe dieser tracking dots rekonstruieren.
Die neue Werkserie Support, 2022 begonnen, nutzt das 3D-Printing oder Additive Manufacturing (AM) als Technik fu?r den Druck von Bilderrahmen. Das Druckprogramm (slicer) generiert die zur Stabilisierung der Rahmen notwendigen Stützstrukturen, die normalerweise aus dem Zielobjekt entfernt werden, hier aber zum Bildgegenstand mutieren.
Wolfgang Plöger beschäftigt sich seit mehr als 20 Jahren mit digitalen Bildern und deren Erzeugung, Verfügbarkeit und Verbreitung und erforscht so die performative Ebene der Bilder, auf der die jeweiligen Technologien, vom Druck bis hin zur Distribution, die Wirkung der bildlichen Information maßgeblich bestimmen.
