Anlässlich der düsseldorf photo+ Biennale freut sich die Konrad Fischer Galerie drei Generationen von in Düsseldorf beheimateten Künstlern zu präsentieren, die, jeder auf seine Weise, das Medium der Photographie, seine Genres und Techniken auf ihre ganz eigene Weise interpretiert haben.
Bereits in den späten 1960er Jahren begann Hans-Peter Feldmann mit dem Sammeln, Ordnen und Re-Kontextualisieren von photographischen Reproduktionen, Amateur-Schnappschüssen und trivialen Alltagsobjekten. Seine Blumenbilder erinnern an Bildpostkarten, die Motive wirken vor einem monochromen Hintergrund besonders artifiziell.
Im Werk von Thomas Ruff finden sich die verschiedensten photographischen Genres, Techniken und Methoden vereint - Portraits, Landschaften, Architekturen, Astronomie, Reportage, Akte, Abstraktion, entweder analog oder digital, computergeneriert, unter Verwendung von Ar- chivmaterial oder von Fundstücken. Mit seinen flower.s greift Ruff auf eine Technik zurück, die im digitalen Zeitalter nur selten benutzt wird und als (Pseudo)Solarisation oder auch Sabattier-Effekt bekannt ist. Mittels einer Digitalkamera fotografiert der Künstler Blätter und Blumen und überlagert dabei Positiv- und Negativ-Effekte in einer „digitalen Dunkelkammer“.
Die Arbeiten von Juergen Staack, der an der Düsseldorfer Kunstakademie bei Thomas Ruff studierte, oszillieren zwischen Minimal und Konzeptkunst und spannen eine Bogen von photographischen Techniken bis zu Sound-Installationen und Performance. Seine Reisen, auf denen Juergen Staack seltene Sprachen und Dialekte für seine Werke sammelt, führten ihn unter anderem nach Sibirien, an den Amazonas und sogar auf die Aleuten. Aus der Mongolei und dem Norden Chinas bringt der Künstler Cyanotypien von den Schatten von nur sehr selten erblühenden Wüstenpflanzen mit. Mit seiner neuesten Serie „Light Sketch“ (2020) behandelt Juergen Staack das Verhältnis von aktueller Bilderflut und dem Thema Vergänglichkeit: die einzelnen Blüten-Stillleben werfen ihren Schatten nur zu einer bestimmten Tageszeit auf die Notizhefte.
