Das Kunstwerk kann weder für sich allein gesehen noch verstanden oder erfasst werden, es existiert nur in Beziehung – und wird dadurch unendlich neu definiert
— Daniel Buren
Daniel Buren (geb. 1938 in Boulogne-Billancourt) begann seine Laufbahn als Maler, bevor er Mitte der 1960er-Jahre die 8,7 cm breiten vertikalen Streifen entwickelte, die zum grundlegenden Instrument seiner künstlerischen Praxis wurden. Mit der Einführung dieses reduzierten visuellen Vokabulars verlagerte Buren den Fokus vom Kunstobjekt selbst hin zu den Bedingungen seiner Präsentation. Seine gestreiften Arbeiten fungieren als Mittel zur Untersuchung der Beziehung von Kunst zu ihren architektonischen, sozialen und institutionellen Kontexten – eine Position, die er seit mehr als sechs Jahrzehnten in ortsspezifischen Installationen, öffentlichen Aufträgen und kritischen Schriften kontinuierlich weiterentwickelt.
Burens Praxis hat einen nachhaltigen Einfluss auf nachfolgende Künstlerinnengenerationen ausgeübt, insbesondere in den Bereichen der Institutionskritik, der Konzeptkunst und der ortsspezifischen Installation. Er ist bis heute aktiv, realisiert fortlaufend neue Projekte und steht in engem Austausch mit dem Werk seiner Zeitgenossinnen.
Er vertrat Frankreich auf der Biennale von Venedig, wo er 1986 mit dem Goldenen Löwen für den besten Pavillon ausgezeichnet wurde, und erhielt unter anderem den Praemium Imperiale (2007). Seine Arbeiten waren Gegenstand bedeutender Ausstellungen in Institutionen wie dem Solomon R. Guggenheim Museum, New York; der Fondation Louis Vuitton, Paris; der Kunsthalle Düsseldorf; sowie dem Centre Pompidou, Paris. Seine erste Einzelausstellung mit der Konrad Fischer Galerie fand 1969 in Düsseldorf statt. Zu den Gruppenausstellungen zählen große Präsentationen im MoMA, New York; im Hamburger Bahnhof, Berlin; sowie im Grand Palais, Paris.
Burens Werke befinden sich in führenden öffentlichen Sammlungen weltweit, darunter das Museum of Modern Art, New York; die Tate Modern, London; das Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris; das Guggenheim Bilbao; das Moderna Museet, Stockholm; das National Museum of Modern Art, Tokio; das Museum of Contemporary Art, Los Angeles; das San Francisco Museum of Modern Art; die National Gallery of Art, Washington, D.C.; sowie die Vancouver Art Gallery.
