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Susan Philipsz
Sokol Terezín with works by Max Neuhaus , Düsseldorf, 1 September - 4 November 2023
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Susan Philipsz: Sokol Terezín with works by Max Neuhaus

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Susan Philipsz, Sokol Terezín with works by Max Neuhaus

Mit ihrer neuen Arbeit Sokol Terezín konfrontiert die schottische Künstlerin Susan Philipsz die Betrachter*innen mit einer Klang- und Videoinstallation, die Bezug nimmt auf ihre bereits 2012 auf der dOCUMENTA (13) präsentierte Arbeit Study for Strings.

 

Die Klanginstallation, bestehend aus Aufnahmen von zwei isolierten Instrumenten - einem Cello und einer Bratsche - wird von zwei Videoprojektionen begleitet, die subtile Aufnahmen von leeren Räumen des ehemaligen NS-Konzentrationslagers Theresienstadt zeigen.

 

Im Mittelpunkt der Arbeit steht der Klang der beiden Streichinstrumente, die ursprünglich einen Teil der Komposition Study for String Orchestra des tschechisch-jüdischen Komponisten Pavel Haas (1899-1944) bildeten. Das Stück wurde als Filmmusik für den NS-Propagandafilm Theresienstadt: Ein Dokumentarfilm aus dem jüdischen Siedlungsgebiet von 1944 verwendet. Der Film zeigt das deutsche Konzentrationslager nicht in seiner Realität als Sammel- und Durchgangslager in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau, sondern inszeniert es als „jüdische Mustersiedlung“, die wiederum den Vertretern des Internationalen Roten Kreuzes vorgeführt wurde. Haas wurde gezwungen, das Stück in Theresienstadt zu komponieren und mit dem Lager-Orchester aufzuführen. Zusammen mit den meisten Lagerinsassen wurde er nach den Dreharbeiten nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.

 

Susan Philipsz verwendet in ihrer Klanginstallation eine Rekonstruktion des nur in Teilen überlieferten Orchesterwerks von Pavel Haas. In ihrer Filminstallation bewegt sich eine Kamera durch die Gebäude, in denen Haas inhaftiert war. Gleichzeitig füllen die Klänge der isolierten Instrumente - Cello und Viola - den Raum. „Der Grund, warum ich Klang verwende, ist, dass er den Raum definiert und Erinnerungen auslöst. Meine Absicht ist es, seine psychologische Wirkung zu nutzen, um den Menschen den Ort, an dem sie sich gerade aufhalten, bewusst zu machen.“

 

In ihrer gesamten künstlerischen Laufbahn hat Susan Philipsz die Möglichkeiten des Klangs genutzt, um Zeiten und Räume zu definieren. Indem sie die Komposition im ursprünglichen Kontext - den Räumen des ehemaligen Konzentrationslagers - verortet, erschafft sie eine zugleich komprimierte und überaus unbehagliche Atmosphäre.

 

Parallel zur Klang- und Videoinstallation Sokol Terezín zeigt die Konrad Fischer Galerie Fotografien und Arbeiten der Künstlerin auf Papier. Dazu zählen auch Arbeiten zu ihrer frühen Klanginstallation Two Part Harmony aus dem Jahr 1995, zu der Susan Philipsz von den Arbeiten des amerikanischen Klangkünstlers Max Neuhaus inspiriert wurde. Diese Arbeiten werden gemeinsam mit Zeichnungen und Editionen von Neuhaus aus den Jahren 1979 bis 2007 ausgestellt, darunter auch seine Arbeiten für die Documenta IX und die Synagoge Stommeln.

 

Susan Philipsz, 1965 in Glasgow geboren, lebt und arbeitet derzeit in Berlin. 2010 erhielt sie den Turner-Preis und wurde 2014 für ihre Verdienste um die britische Kunst mit dem OBE ausgezeichnet.

 

Seit Mitte der 1990er Jahre wurden ihre Klanginstallationen in vielen renommierten Institutionen und an öffentlichen Orten auf der ganzen Welt präsentiert, darunter Einzelausstellungen im Kunstmuseum Brandts (2023) in Odense, im ARoS (2023) in Aarhus, im Kunstmuseum Bonn (2021), im Castello di Rivoli (2019), Turin, der Tate Modern (2018) und der Tate Britain (2015) in London, in der Bonniers Konsthall (2017) in Stockholm, im Kunsthaus Bregenz (2016) in Österreich, im Hamburger Bahnhof (2014) in Berlin, im Carnegie Museum of Art (2013) in Pittsburgh, K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen (2013) in Düsseldorf, im Museum of Contemporary Art (2011) in Chicago, im Aspen Art Museum (2011) in Colorado, im Wexner Center for the Arts at Ohio State (2010) in Columbus, im Museum Ludwig (2009) in Köln und im Institute of Contemporary Art (2008) in London. Installationen von Philipsz waren 2007 bei den Skulptur Projekten Münster, 2008 bei der 55. Carnegie International und 2020 bei der National Gallery of Victoria Triennial zu sehen.

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